Ikarus 620 - Ostmodellauto-Freak

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Ikarus 620

Nutzfahrzeuge > Busse > Ungarn > Autos aus Budapest
Modell von Premium-Classixx

Von 1959 bis 1971 wurde die 620er/630er-Reihe hergestellt. Der 620 war die Stadtlinenvariante mit druckluftbetätigten Falttüren und der 630 die Überlandversion mit Schlagtüren. Es handelte sich um eine Weiterentwicklung der Typen 60/601/602. Die Fahrzeuge waren konventionell mit Leiterrahmen konzipiert, den Motor und die Mechanik übernahm er von der 55/66er Reihe. Obwohl man mit der 55/66er Reihe bereits modernere Fahrzeuge anbot, erneuerte man auch die Fahrzeuge mit Frontmotor, da der Bedarf in Osteuropa und in Entwicklungsländern vorhanden war. Dies hatte jedoch auch Nachteile, der Innenraum war durch den stehenden Motor eingeschränkt und der Fahrer- Beifahrerbereich mit separaten Türen nahm einen nicht unerheblichen Teil des Innenraums in Anspruch. Die dadurch bedingte Anordnung der vorderen Einstiegstür hinter der Vorderachse wurde der Bus für den Einmannbetrieb nur eingeschränkt nutzbar. Aufgrund der geringen Kapzität wurden die Fahrzeuge auch mit Anhänger betrieben. Die DDR kaufte 2.032 Überlandbusse und nur 75 Stadtlinienbusse. Das Modell stellt also ein auch zu DDR-Zeiten seltenes Fahrzeug dar, da die meisten städtischen Verkehrsbetriebe wenig Einsatzmöglichkeiten für den relativ kleinen Bus hatten.    

Import:     ab 1959 bis 1971
Motor:     Sechszylinder-Wirbelkammer-Dieselmotor von Csepel, 8.280 ccm, 145 PS
Höchstgeschwindigkeit:   78 km/h
Abmessungen (L/B/H):    9.400 mm/2.500 mm/2.900 mm
Zulässige Gesamtmasse: 8.350 kg

Premium-Classixx bietet mit dem Ikarus 620 ein gut gelungenes und detailliertes Modell an. Allerdings stört mich persönlich etwas, das Modell fast komplett aus Kunststoff besteht. Die Blink-, Positions- und Rückleuchten sind nur bemalt, und auch sonst halten sich die Zurüstteile in Grenzen. Chromteile, wie Lampenringe, sind entweder nicht vorhanden oder nur sparsam mit Silberfarbe dargestellt. Das schmälert aus meiner Sicht den Gesamteindruck etwas.        
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