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Modellhersteller: Elecon (Rußland)
Die Entwicklung des Ural geht auf eine Forderung der Sowjetarmee zurück. Es wurde ein LKW mit höchster Geländegängigkeit gefordert.
Der Ural-LKW wurde nach dessen Einführung 1965 auch in der NVA, den Grenztruppen der DDR und der Bereitschaftspolizei (Volkspolizei-Bereitschaften = Kasernierte Einheiten des Ministerium des Innern [MdI] der DDR) eingesetzt. Er diente als Spezialfahrzeug mit verschiedenen Aufbauten, Zugmittel und Manschaftstransporter. Die ersten Fahrzeuge (URAL 375 D) hatten noch einen V8-Viertakt-Ottomotor mit 180 PS. In der NVA waren die Motoren auf 175 PS gedrosselt. Der Motor war auf höchste Elastizität ausgelegt und verbrauchte auf der Straße etwa 45 Liter auf 100 Kilometer bei konstant 60 km/h. Im Gelände konnte der Verbrauch auf das Doppelte ansteigen.
Mit Einführung des URAL 4320 in den 1980er-Jahren wurde der Motor vom KAMAS verwendet, ein V8-Dieselmotor mit 210 PS.
Während meines Grundwehrdienstes bei der NVA Ende der 80er Jahre waren die meisten Ural noch Benziner und es gab nur einige, wenige neue Diesel-Ural. Äußerlich unterscheiden sich die beiden Modelle nur unwesentlich und durch einen anderen Kühlergrill. Es wurde damals beim Ural 375 D immer von einem Verbrauch von 1:1 gesprochen (= 1 Liter Benzin auf einen Kilometer). Der Motor war für eine Oktanzahl ab 60 ausgelegt - konnte also jede Spritqualität klaglos verdauen. Bei der NVA wurde übrigens noch in den 80er Jahren für die Ural Benzin mit 78 Oktan verwendet, den es in der DDR an den normalen Tankstellen schon nicht mehr gab. Ansonsten konnte den Ural im Gelände fast nichts aufhalten.