Modell aus der Serie "DDR-Nutzfahrzeuge" vom Atlas-Verlag
1923 entstanden die Tatra-Werke durch die Fusion der Nesselsdorfer Wagenbau-Fabriks-Gesellschaft mit den Waggonfabrik Ringhoffer AG in Prag-Smíchov. Nach dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie wurden die nun in der Tschechoslowakai liegenden Werke in Tatra umbenannt. Ab 1951 konzentrierte man sich auf die LKW-Fertigung und baute den bereits im zweiten Weltkrieg enwickelten Tatra 111 weiter. Bereits dieser LKW wies die für die nächsten Jahrzehnte verwendeten Konstruktionsmerkmale auf: den luftgekühlten V-Diesel-Motor, Stirnrad-Differentialgetriebe und den Zentralrohrrahmen. 1961 ging der Hauber Tatra 138 in Serienfertigung und löste den veralteten Tatra 111 ab. Das Modell 148 erschien 1970, wies zwar das gleiche Erscheinungsbild auf, hatte aber eine Reihe von Detailverbesserungen. Mehr Hubraum sorgte für mehr Leistung, verbesserte Sperrdifferentiale für bessere Geländeeigenschaften. Optisch war er nur durch eine erhöhte Haubenlinie, einen geänderten Grill und die auf die Kotflügel aufgesetzten Luftfilter-Zyklone zu unterscheiden. Die schweren LKW wurden meist als Kipper auf Baustellen eingesetzt, es gab sie jedoch auch als Spezialfahrzeuge (Betonmischer, mit Kranaufbau, als schweres Tanklöschfahrzeug). Charakteristisch war das Heulen des luftgekühlten Motors und die bei unbeladenen Fahrzeugen schräg nach innen stehenden Räder der beiden Hinterachsen.
Bauzeit: 1969 - 1982
Motor: luftgekühlter V-8-Diesel, 202 PS
Antriebsformel: 4x6 und 6x6
Nutzlast: 13t
Eigengewicht: 10,5t
Höchstgeschwindigkeit: 70 kmh